Stadt unten. Grün oben. Wohnen dazwischen.
Vom öffentlichen Sockel zur grünen Wohnstruktur
Wohn- und Geschäftshaus
Der Entwurf entwickelt ein klar gegliedertes Mixed-Use-Gebäude, das Gewerbe, Wohnen und Freiraum miteinander verbindet. Ein transparenter, robuster Sockel nimmt die gewerblichen Nutzungen auf. Darüber entsteht eine aufgelockerte Wohnstruktur aus mehreren Gebäuderiegeln in unterschiedlichen Höhenstaffelungen mit über 7.000 m² Wohnnutzfläche und bis zu 78 Wohnungen.
Die unterschiedlichen Nutzungen werden durch eine klare architektonische Gliederung ablesbar. Großzügige Glasfassaden öffnen den gewerblichen Sockel zum öffentlichen Raum und schaffen eine eindeutige Adresse. Darüber erhalten die Wohnriegel eine ruhigere und stärker gegliederte Erscheinung.
Aufgelockerte Wohnstruktur und gemeinschaftliche Höfe
Die Wohnriegel werden über vorgelagerte Laubengänge erschlossen. Diese dienen nicht nur der Erschließung, sondern bilden kommunikative Zwischenräume und fördern spontane Begegnungen und nachbarschaftlichen Austausch.
Auf den Dächern des gewerblichen Sockels entstehen begrünte, gemeinschaftlich nutzbare Wohnhöfe. Sie bilden das grüne Zentrum des Ensembles und schaffen Aufenthalts- und Begegnungsräume für die Bewohner. Gleichzeitig ermöglichen sie vielfältige Blickbeziehungen ins Grüne und geben den Wohnungen einen unmittelbaren Bezug zum Freiraum.
Materialität und Fassadensprache
Die Gestaltung folgt dem Prinzip Klarheit und Natürlichkeit. Prägend sind robuste und wertige Materialien: Verblendmauerwerk und Glasfassaden bilden die Grundmaterialität, während gezielt eingesetzte Holzfassaden warme und natürliche Akzente setzen.
Die eher ruhige Materialität des Mauerwerks wird durch die regelmäßige Fensterstruktur, die Laubengänge und einzelne Holzflächen gegliedert. So entsteht eine aufgelockerte Fassadensprache mit einem ausgewogenen Verhältnis von Offenheit, Robustheit und Wohnlichkeit.
Erschließung und Freiraum
Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer werden über klar ablesbare Wegebeziehungen an das Gebäude herangeführt. Die Freiraumgestaltung mit Bäumen, großzügigen Grünflächen und naturnahen Pflanzungen führt den Gedanken der Natürlichkeit bis an den Gebäudesockel.
Die erforderlichen Stellplätze und Abstellräume für die Obergeschosse werden in einer Tiefgarage mit rund 1.900 m² Nutzfläche organisiert. Ergänzend sind ebenerdige Stellplätze für die gewerblichen Nutzungen vorgesehen.
Leitidee: Öffentlicher Sockel | aufgelockerte Wohnstruktur | grüne Wohnhöfe.
Aus dem gewerblichen Sockel entwickelt sich eine vielfältige Wohnlandschaft. Transparenz und Öffentlichkeit prägen die Erdgeschossebene, während darüber Laubengänge, begrünte Höfe und unterschiedliche Wohnungstypen ein lebendiges und generationsübergreifendes Wohnumfeld schaffen.
So verbindet der Entwurf Urbanität und Natur, Öffentlichkeit und Privatheit sowie robuste Architektur und wohnliche Atmosphäre zu einem zusammenhängenden Ensemble.